Squaredance


Modernisierter (standardisierter) amerikanischer Volkstanz, der sich aus den nationalen Volkstänzen der Siedler entwickelt hat. (Volkstümliche Variante der Quadrille, vermischt mit Elementen der Contretänze). Wie schon der Name andeutet, tanzen hierbei vier Paare im Quadrat. Die Tänzer lernen in speziellen Trainingsstunden zunächst 68 Grundfiguren. Diese werden an den Clubabenden auf ca. 100 Tanzfiguren erweitert, die alle bestimmte Namen haben und auf Zuruf des "Callers" ausgeführt werden. Der Caller (Ausrufer) hat die Aufgabe, die verschiedenen Figuren aneinanderzureihen, die Formationen und Konstellationen zu tauschen und die Tänzer im Takt der Musik zur ursprünglichen Quadratform wieder zusammenzufügen. Es bestehen unendliche Variationsmöglichkeiten, und nur der Caller (die Tänzer nicht) weiss, wie es im nächsten Augenblick weitergehen wird.

Die Squaredancer verfügen über eine sehr straffe Organisation mit Zentrum in den USA (alle Anweisungen werden in englischer Sprache gegeben, vor und während der Veranstaltung herrscht Alkoholverbot). Wer einmal Squaredance gelernt hat, kann überall auf der Welt in den jeweiligen Vereinen tanzen. Die deutschen Clubs sind Mitglied in der European Association of American Square Dancing Clubs (EAASDC) und können auch Mitglieder des DTV werden.

Nachdem 1987 die ersten deutschen "Students" ihr Diplome als "Masters of Square Dancing" erworben haben, dürfen sie auch an "Special-Dances" und "Jamborees" teilnehmen. Dabei treffen sich mehrmals im Jahr an die tausend und mehr Squaredancer aus der gesamten BRD und den angrenzenden Nachbarstaaten.