Mambo/Salsa


Auf Kuba auch "il Diablo" genannt

Mambo war zunächst eine Bezeichnung afrokubanischer Musik. Das Wort Mambo stammte aus dem religiösen Bereich und bedeutete soviel wie heilige Handlung, aber auch Versammlung, Gespräch. Die Trommeln als heilige Geräte redeten miteinander und auch mit den Göttern. Diese polymetrische Unterhaltung, d. h., dass jeder Musiker individuell seinen eigenen Rhythmus in verschiedenen Tonlagen schlug, nannte man Mambo.

Auch im modernen Mambo kann man die Überschneidung und Verbindung unterschiedlicher Rhythmen finden.

Der in Kuba geborene Anselmo Sacasas entwickelte den ersten Mambo-Stil. Sein 1944 erschienener Mambo war in allen Hitlisten zu finden. Unter den vielen afrokubanischen Tanzorchestern war das von Machito berühmt und führend im Mambo-Stil. Im Zweiten Weltkrieg, als kubanische Musiker nach den USA einwanderten, kam es zur Verflechtung des nordamerikanischen Jazz mit den kubanischen Rhythmen ("Afro-Cuban-Jazz"). Vor allem die Betonung des damaligen Swing auf die Taktschläge 2 und 4 faszinierte die kubanischen Musiker, so dass sie diesen Rhythmus für den Mambo übernahm.

Der Tanz Mambo orientierte sich an den vorgegebenen Rhythmen, man griff auf originalkubanische Schritte zurück: seit - vor - rück, seit - rück - vor (sqq, sqq), und legte damit das englische System der Rumba zugrunde. Nach dem Krieg herrschte jahrelang völlige Verwirrung über die Technik und Ausführung des Mambo.

Schliesslich konnte sich als Sprössling der langsamer gespielte Cha Cha Cha durchsetzen und in England blieb der "Cuban-Style" in der Rumba enthalten.

Nach jahrzehntelanger Vergessenheit hat im Jahre 1987 eine Filmwelle den Mambo wieder ins Bewusstsein vor allem der jungen Leute geholt. Mit "Dirty Dancing", dem Filmhit aus den USA mit seinem Hauptdarsteller Patrick Swayze, brach ein Tanzfieber aus. Mit unbeschreiblicher Begeisterung und grosser Leidenschaft versuchten Jugendliche im Dirty-Dancing-Look den erotischen Stil des Mambo auf dem Tanzparkett, bei Tanzwettbewerben und in der Mode umzusetzen.

Das Wort "Salsa" ist nicht der Name eines Tanzes oder einer Tanzfigur; das Wort bedeutet "heiss", im Sinne von scharf, würzig.

Salsa ist eine besondere Art Mambo zu tanzen. Der "Salsero" interpretiert die Musik mit lebhafteren Armbewegungen und mit schnellen Drehungen.