Langsamer Walzer


Der Langsame Walzer entwickelte sich in den zwanziger Jahren aus dem Boston, einem "Nachläufer" des Wiener Walzers, der neben den alten "runden" Drehungen bereits die neuen Elemente des "Geradeaus-Bewegens" beinhaltete. Seit 1920 in Europa, Seit 1929 Turniertanz, seit 1963 im Welttanz-Programm.

Aufgrund seiner Herkunft wurde er auch "English Waltz" genannt. Diesen Namen führte er aber erst ab 1929 in Turnieren, wenngleich er bereits bei der Weltmeisterschaft 1922 getanzt wurde.

Anfangs war er mehr ein Tanz mit vorwärtsstrebendem Charakter, ein "dance of passing feet" im Stil des Bostons oder des Slowfox. Später wurden durch den vermehrten Drehgrad am Ende des Taktes die Füsse geschlossen. Da die vollen Drehungen sich als problematisch erwiesen, erhielt der Tanz eine Diagonalstruktur, indem jeweils bei der Rechts- und Linksdrehung nur eine 3/4 - Drehung getanzt wurde. Diese neue, von englischen Tanzlehrern choreographierte Form wurde 1927 von der Imperial Society anerkannt.

Der langsame Walzer gilt wegen seiner rhythmisch-schwingenden Bewegungen zu der weichen, oft sentimentalen Musik als der harmonischste Standardtanz. Er wird häufig zur Eröffnung von Veranstaltungen getanzt.