Kür


(küren = wählen, engl. Segue)

Vom Wettkampfteilnehmer selbst entwickelte oder ausgewählte Übungsfolge bzw. Darbietung, die nach Schwierigkeitsgrad, Ausführung und ggf. künstlerischer Gestaltung von mehreren Kampfrichtern bewertet wird (in der Regel keine Platz-, sondern Punktwertung).

Im Professional-Tanzsport der PTA seit 1987 als Entsprechung zum Eiskunstlauf eingeführt. Was früher das unbewertete Schautanzen von Meisterpaaren zu einem musikalischen Medley gewesen war, entwickelte sich in den 80er Jahren zu einer eigenständigen Wettbewerbsform in ST und LA. Treibende Kraft war (besonders in England) das Fernsehen, das sich vor allem für die Vorführung von Einzelpaaren und Neuheiten interessierte. In der Kür wird nach Bestimmungen, die zunehmend genauer geregelt wurden, zu selbstgewählter Musik (die wie Formationsmusik meist aus einem thematischen Kern entwickelt und von Fachleuten arrangiert ist) eine aus mehreren Tänzen bestehende durchgängige Choreographie getanzt. Bewertung wie beim Eiskunstlauf nach technischer Schwierigkeit und künstlerischem Wert. Die in Kür/Segue entwickelte choreographische Phantasie und Kreativität hat in den letzten Jahren stark zurückgewirkt auf das Figurenmaterial der Einzeltänze.

Es sind 2 Noten zwischen 5,0 bis 6,0 zu vergeben. Die A-Note ist für den technischen Wert (Tanztechnik (Basic-Stil) / technischer Schwierigkeitsgrad / Qualität der gezeigten Original-Tänze).

Die B-Note beinhaltet den künstlerischen Wert (Gesamteindruck / Originalität der Idee / Gesamtkonzept der Musik / Choreographie und deren Darstellung / Musikalität / Ausdruck).