Jazz Dance


Jazz, vom arabischen "Jatba" = entzückt, abgeleitet, bezeichnet auf den Tanz bezogen, jenen Stil, der eine Mischung aus afrikanischem, afro - amerikanischem, Modern Dance und klassischem Tanz darstellt. Wie bei jedem nicht strengen Regeln unterworfenen Tanzstil ist der Anteil der einzelnen Elemente dabei, je nach Schule oder Interpreten, unterschiedlich groß.

Die typischen Merkmale des Jazz Dance sind Polyzentrik, Isolation und Relaxation. Die Isolation fordert, den Körper isoliert, das heißt die einzelnen Körperteile unabhängig voneinander zu bewegen. Isolierbare bzw. isolierte Körperteile sind Kopf mit Hals, Schultern, Brustkorb, Bauch Becken, Arme und Beine. Dies steht im Gegensatz zum europäischen Tanz, der diese Aufspaltung nicht kennt und an der körperlichen Ganzheit festhält. Im Jazz Dance besitzt jeder Körperteil sein eigenes, vom übrigen Körper unabhängiges Spannungsfeld und Bewegungszentrum. Man bezeichnet dies mit Polyzentrik. In der Bewegungsfolge laufen verschiedene Metren* unabhängig voneinander ab, und die isolierten Zentren verlaufen in verschiedenen Richtungen.

Unter Relaxation versteht man das Verhältnis zwischen Spannung und Lockerung in den einzelnen Bewegungszentren. Einen reinen Jazz Dance gibt es kaum. Er ist stets mehr oder weniger mit Elementen des Modern Dance und solchen des klassischen Tanzes vermischt.

Der Begriff "Jazz Dance" tauchte offenbar 1917 zum ersten Mal auf. In den sechziger Jahren nahmen dann Weiße den Stil auf und führten in auch im Show Business ein. Heutzutage ist Jazz Dance ein Konglomerat aus Jazz, Modern Dance und Ballett. Die herausragenden Vertreter dieser Entwicklungsrichtung waren: Katherine Dunham, Jerome Robbins und Alwin Ailey.