Formationstanz


Sportliche Form des Gruppentanzes; Vorläufer: Contredance, Française, Menuett, Quadrille. In England entstanden; Philip J.S. Richardson nannte Formationstanzen "Ballett of the Ballroom". Gilt wegen seiner Attraktivität als "bestes Werbemittel für den Tanzsport".

Ziel einer Formationsdarbietung ist es, durch tanzende Paare zur Musik einer Turnierart mit einer Auswahl tanzspezifischer Bewegungsabläufe synchron und im wesentlichen symmetrisch auf der Tanzfläche abwechslungsreiche, bewegte oder für Augenblicke stationäre Bilder zu gestalten.

Formationsprogramme leben vom Wechsel der Musik und der Bewegung, ohne dass in einzelnen Tänzen deren Charakter und - einschliesslich der Übergänge - der Eindruck einer geschlossenen tänzerischen Darbietung verlorengeht. Die gezeigte tänzerische Darbietung muss in Verbindung mit der ausgewählten Musik ein abwechslungsreiches, aber jederzeit überschaubares und nachvollziehbares Bild ergeben, das von den tanzspezifischen Bewegungsabläufen und Figuren lebt. Gute (und gut auf das Leistungsvermögen der Paare abgestimmte) Choreographie und Musikauswahl ist die Voraussetzung für eine optimale Interpretation der Tänze. Entscheidend sind nicht solistische Qualitäten, sondern Teamgeist, Disziplin, Musikalität und Raumgefühl.