Choreographie


Choreographie

Der Begriff ist zusammengesetzt aus den griechischen Bezeichnungen für "Tanz" und "schreiben" und stand ursprünglich nur für die schriftliche Fixierung eines Tanzes. Im 20. Jahrhundert bekam der Begriff eine umfassendere Bedeutung. Choreographie ist nun die Komposition, die schöpferische Gestaltung des tänzerischen Bewegungsablaufs; sie wird von der Tanzschrift oder Tanznotation unterschieden.

Der Choreograph kann sich dabei nicht auf die Entwicklung und Kombination tänzerischer Bewegungen beschränken, seine Arbeit muss auch die anderen Elemente des Balletts, Musik, Kostüme, Bühnenbild mit einbeziehen. Die Kunst des Choreographen ist es, "Dinge, die er im Geist erfand, durch die Gesten und Bewegungen des Körpers auszudrücken" (John Weaver, Essay towards an History of Dancin, 1712). Er ist schöpferischer Künstler, und daher prägte der russisch-französische Choreograph Serge Lifar den Begriff  "Choréauteur" (Choreographieautor), der sich allerdings nicht durchsetzte.

Ein Choreograph sollte unbedingt selbst durch die Schule des Tanzes gegangen sein und eigene Tänzererfahrung mitbringen, damit er ein Gefühl für die tänzerische Bewegung bekommt und sein Repertoire vollkommen beherrscht. Nur dann kann er so viel wie möglich von seinen Tänzern fordern, ohne sie zu überfordern. Er braucht eine stark entwickelte Sensibilität für visuelle Eindrücke und ein außergewöhnliches musikalisches Gefühl. Dazu muss die Fähigkeit kommen, andere zu führen, zu begeistern, mitzureißen. Kein Wunder, dass wirklich gute Choreographen selten sind!