Bossa Nova


(von portugiesisch/brasilianisch bossa nova = new beat = neuer Weg)

Eine 1962/1963 und 1969/1970 beliebte Variante der Samba (4/4-Takt); in Europa um 1964 kurzzeitig Modetanz. Der Bossa Nova ist ein Glied der afro-brasilianischen Samba-Familie, gehört zu den weichen lateinamerikanischen Tänzen, die einen Kontrast bildeten zu den härteren Tänzen aus dem Norden. Musikalisch eine 1958 entstandene Synthese der afroamerikansichen Musik Brasiliens und dem ebenfalls afroamerikanischen Cool Jazz der 50er Jahre. Die rhythmische Basis waren traditionelle afrikanische Musikinstrumente: Trommeln, Rasselinstrumente (Cabasso und Tubo = Kürbisse bzw. Bambusrohre mit Samen gefüllt), Schab- und Reibinstrumente (Guiro, Glocken und Claves). Die melodischen, aus dem Jazz stammenden Offbeats wurden jedoch von europäischen Blasinstrumenten (Holz und Blech) gespielt. Wegen der Mischung von Samba und Jazz sprach man auch von Jazz-Samba. Der Bossa Nova wurde für die Musikgeschichte wichtiger als für die Tanzgeschichte. Geblieben sind von Bossa Nova die Catch Steps.